Themen Navigation schließen
Navigation schließen

Wie der November zum Movember wurde

Bild von <p style="margin-top:15px;">Juliane Klug</p>

Juliane Klug

Redakteurin bei Citycare24

Veröffentlichung am 11. November 2025

Die ungefähre Lesezeit beträgt 5 Minuten.

Movember

Nur echt mit Schnörres

Nicht weinen, keine Schwäche zeigen, nicht kränkeln: Auch wenn sich die Rollenclichés von Männern in den vergangenen Jahren und Generationen abgemildert haben, so gibt es insbesondere im Bereich Gesundheit weiter Handlungsbedarf. „Studien belegen: Männer achten weniger auf gesunde Ernährung als Frauen, gehen seltener zur Vorsorgeuntersuchungen und nehmen besonders bei psychischen Problemen nicht so oft Hilfe in Anspruch“, heißt es in einem Artikel der Krankenkasse hkk. Der sogenannte Movember soll Männer daran erinnern, auf sich und ihre Gesundheit acht zu geben.

Das Wort Movember ist eine Kombination aus den Wörtern Moustache (auf Deutsch: Schnurrbart, Schnörres, Rotzbremse) und November, dem Monat. Denn die Gruppe junger, australischer Männer, die Anfang der 2000er-Jahre dringend eine bessere Gesundheitsvorsorge und Selbstfürsorge ihrer Geschlechtsgenossen erreichen wollte, ließ sich im Verlauf des Novembers einen Schnurrbart wachsen (Wikipedia). Dieser war zu der Zeit nicht unbedingt in Mode, weshalb die Gruppe auffiel. Gemeinsam sammelte sie Spenden, die vor allem drei Bereichen der Männergesundheit zugutekommen sollten und auch heute noch tun: der Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen, der Hoden- sowie auch der Prostatakrebsvorsorge (Movember-Internetseite).

Hodenkrebs ist zwar eine der selteneren Krebsarten, kommt aber häufig bei jungen Männern vor. Prostatakrebs hingegen ist eine häufige Erkrankung. „Nur knapp die Hälfte [der Männer] nimmt Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung regelmäßig in Anspruch – bei den Frauen sind es immerhin gut zwei Drittel“, verrät ein Artikel der Krankenkasse AOK. Er trägt im Übrigen den vielsagenden Titel „Die Vorsorgemuffel: Männer neigen zu ,Reparaturmedizin‘“. Psychische Probleme führen bei Menschen mit einem Penis öfter zu einem Suizid als bei weiblich gelesenen Personen.

Der Aktionsmonat soll Männer darum zu folgenden Dingen ermutigen:

  • Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen
  • regelmäßig auch selbst die eigenen Hoden nach Auffälligkeiten abzutasten
  • sich Hilfe zu holen, wenn sie sich in mentalen Ausnahmesituationen befinden

Denn fallen beispielsweise Vorstufen von Krebs bei einer routinemäßigen Vorsorgeuntersuchung in einer urologischen Praxis auf, können Ärzte und Ärztinnen einem Krankheitsausbruch zuvorkommen. Ähnliches gilt für die Tastuntersuchung an den eigenen Hoden. Und wer die Anzeichen von Burnout, Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen erkennt, sich mitteilt und Hilfe holt, für den ist das Leben bald womöglich schon wieder lebenswerter.

Einigen generellen Informationen sowie den markierten Zitaten liegen folgende Quellen zugrunde:

 AOK-Bundesverband eGbR „Die Vorsorgemuffel: Männer neigen zu „Reparaturmedizin“ (Link), Stand: 05. November 2025.

 hkk Krankenkasse „Movember: Bärte und Männergesundheit“ (Link), Stand: 05. November 2025.

 Wikipedia „Movember“ (Link), Stand: 07. November 2025.

 Movember (Link), Stand: 07. November 2025.

Bild von Juliane Klug
Juliane Klug

Als Redakteurin liebt es Juliane, in immer neue Themen einzutauchen. Wenn sie anderen Menschen komplexe Dinge verständlich näherbringen kann, ist sie in ihrem Element. Seit dem Frühjahr 2022 sorgt Juliane im Marketing-Team von Citycare24 für Content.

Diesen Beitrag teilen

Schreiben Sie einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Die neuesten Beiträge