10 Inko-Modetipps

10 Inko-Modetipps

Inkontinenz-Modetipps

Aus den Augen, aus dem Sinn

Die ungefähre Lesezeit beträgt 10 Minuten.

Die ungefähre Lesezeit beträgt 10 Minuten.

Wer inkontinent ist, muss für gewisse Alltagssituationen anders planen; muss sein Leben manchmal neu denken. Dazu gehört auch die Kleidung. Denn nichts ist unangenehmer, als wenn etwas daneben geht und es alle Umstehenden in Echtzeit mitbekommen. Damit Ihre Kleidung in solchen Fällen nicht gleich die optische Flüstertüte auspackt, geben wir Ihnen in diesem Text ein paar praktische Modetipps an die Hand. Hier kommen unsere Top 10:

Tipp Nr. 1 – weite Kleidung

Achten Sie darauf, nicht zu enge Hosen oder Röcke anzuziehen. Einmal zeichnen sich Inkontinenz-Hilfsmittel so weniger ab. Zweitens besteht die Chance, dass sich Urin, der die Einlage, Vorlage oder Windel gerade eben verfehlt hat, nicht gleich in derselben Sekunde auf der Oberbekleidung zutage tritt.

Tipp Nr. 2 – Flecken verstecken

Ob ein großes Tuch, einen Pulli oder eine dünne Jacke: Es ist immer gut, ein Kleidungsstück parat zu haben, das man sich im Ernstfall um die Hüften binden und so Flecken gekonnt verstecken kann – besonders, wenn jemand seinen Darm nicht unter Kontrolle hat.

Tipp Nr. 3 – oben lang

Lange Oberteile, die über den Po und den Schrittbereich hinaus gehen, eigenen sich natürlich sowieso.

Tipp Nr. 4 – Must-have: Muster

Mithilfe von Mustern lassen sich nasse Stellen kaschieren. Dunklere Kleidungsstücke bieten sich vor allem bei einer Stuhlinkontinenz mehr an als helle.

Tipp Nr. 5 – Gummizug statt Knopfleiste

Damit es zum entscheidenden Zeitpunkt im Bad, auf der öffentlichen Toiletten oder notfalls auch in der Natur schnell gehen kann, ist es nützlich, Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das heißt: Die Jeans, die mit fünf schwergängigen Knöpfen zugemacht wird, sollte aus dem Kleiderschrank fliegen. Auch Gürtel sollten Sie sich gut überlegen. Bodys und Jumpsuits, die Lederhose oder der Blaumann sind ebenfalls hinderlich.

Ultimativ unkompliziert ist alles, was einen Gummizug besitzt. Zack, schon ist die Hose und ist der Rock runter und Sie können auf der Toilette platznehmen.

Tipp Nr. 6 – Zwiebellook ist hinderlich

Zu viele Schichten scheiden ebenfalls aus. Doch Sie müssen deshalb im Winter nicht etwa frieren! Unterwäsche aus Merinowolle beispielsweise sorgt für ein gutes Hautgefühl, weil sie wärmeregulierend wirkt und Schweiß absorbiert. Sie kann diverse Baumwoll-Stofflagen ersetzen. Outdoor-Fans schwören auf die Thermo-Unterwäsche.

Tipp Nr. 7 – Ersatz ist immer dabei

Pack mas? Gerade wer länger unterwegs ist, sollte sich unbedingt Wechselklamotten einpacken. Schließlich weiß jeder: Die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Schauer gibt, steigt rasant, wenn man den Regenschirm vergessen hat. Und sollten Sie die Ersatzwäsche tatsächlich brauchen, dann ist zumindest der Ausflug, das Kaffeetrinken oder der Arbeitstag, der gerade läuft, nicht gleich abrupt zu Ende. Zur Sicherheit sollten Sie am besten auch einen Wetbag oder eine einfache Plastiktüte für verschmutzte Kleidungsstücke dabeihaben. Sicher ist sicher.

Tipp Nr. 8 – Ablenkung durch Accessoires

Kommen wir zu den Accessoires. Taschen oder Rucksäcke, die auch zu dieser Kategorie zählen, sind praktisch, weil sich darin die gerade eben erwähnte Wechselwäsche und auch Inko-Hilfsmittel verstauen lassen. Sämtliche andere Accessoires – egal ob Hut, Kette, Ohrringe, Krawatte oder Armbanduhr – können Ihr Gegenüber ablenken, Blicke von Stellen weglotsen, an denen Sie sie gerade nicht gebrauchen können.

Tipp Nr. 9 – auch drunter muss es passen

Die besten Voraussetzungen dafür, dass erst gar nichts schief geht, ist, dass unten drunter alles passt. Wie das gemeint ist? Zunächst ist es wichtig, dass Sie das für Sie richtige Inkontinenzprodukt verwenden. Dabei ist es völlig egal, ob es sich hierbei um ein Urinalkondom handelt, eine Vorlage, Pants, Einlage, Windel, einen Katheter oder einen Analtampon.

Die richtige Unterwäsche ist ebenfalls ein wichtiger Baustein dafür, dass einige Ihrer Notfallstrategien gar nicht erst zum Tragen kommen müssen. Sie sollte eng am Körper anliegen, damit das von Ihnen verwendete Hilfsmittel da bleibt, wo Sie es benötigen. Zudem gibt es sowohl die sogenannten Gummihosen als auch Inkontinenz-Unterwäsche, die speziell auf die Bedürfnisse der Menschen mit Blasen- oder Darmschwäche zugeschnitten ist.

Tipp Nr. 10 – keine Chance für Keime

Früher, als automatische Waschmaschinen noch nicht so ausgereift oder noch gar nicht erfunden waren, gab es die Kochwäsche. Ein großer Topf, viel Wasser und hohe Temperaturen sorgten dafür, dass Keime und Bakterien keine Chance hatten. Auch das alte Plätteisen oder die Heißmangel erledigten ungebetene Mikroorganismen und mit ihnen einhergehende unangenehme Gerüche. Heute ist weder die Kochwäsche noch das Plätten oder Mangeln noch weit verbreitet. Doch gerade wenn Ihre Kleidung hin und wieder Stuhl oder Urin abbekommt, sollten Sie Stoffe tragen, die bei 60 Grad waschbar sind.

Als besonders hitzeresistent gelten Gewebe wie ungefärbte Baumwolle oder aber Leinen. Bestimmte Baumwolljerseys und Baumwollsatin können ebenfalls bei 60 Grad in die Waschtrommel.

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Inkontinenz-Modetipps
Juliane Klug

Juliane Klug

Als Redakteurin liebt es Juliane, in immer neue Themen einzutauchen. Wenn sie anderen Menschen komplexe Dinge verständlich näherbringen kann, ist sie in ihrem Element. Seit dem Frühjahr 2022 sorgt Juliane im Marketing-Team von Citycare24 für Content.

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